Thomas Kutschaty in OWL

von Gaby Arndt

c/o Andreas Schnadwinkel / Westfalen-Blatt

Von Andreas Schnadwinkel

Lübbecke/Minden/Kirchlengern. Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat schon zwei Touren in Ostwestfalen-Lippe hinter sich. Sein Herausforderer hat Nachholbedarf und besucht in der Region noch bis Freitagmittag zahlreiche Stationen. Den Anfang hat SPD-Spitzenkandidat Thomas Kutschaty am Mittwoch in den Kreisen Minden-Lübbecke und Herford gemacht…………………

…………………Nach einer Portion Pommes Mayo wechselt Kutschaty den Standort, aber nicht das Thema. Der Mindener Stadtteil Bärenkämpen gilt als sozialer Brennpunkt mit hohem Migrantenanteil und vielen Transferempfängern. „Hier haben wir die gesamte Systematik wie bei euch im Ruhrgebiet“, gibt ihm SPD-Wahlkreisabgeordnete Christina Weng mit auf den Weg in die Kita Bärenstark. 18 bis 20 Nationalitäten und 13 Sprachen – und obendrauf Corona und aus der Ukraine geflüchtete Mädchen und Jungen. „Hier gibt es keinen Kinderkitsch.“ Christin Niemeiers Ansage ist deutlich. Die Vertreterin des Trägervereins Parität für Kinder e.V. will von Kutschaty Verbindliches hören, vor allem in Hinblick auf ei­nen nicht auszuschließenden Pandemie-Herbst. „Die Corona-Regeln gehen an der Wirklichkeit in der Kita vorbei. Wir brauchen ein Sicherheitskonzept nicht nur für Schulen, auch für Kitas“, fordert Niemeier vom vielleicht kommenden Ministerpräsidenten, der nichts versprechen kann, aber sagt: „Das ist mir eine Herzensangelegenheit. Ich war zehn Jahre stellvertretender Vorsitzender eines Kita-Trägervereins im Norden Essens. Ich kenne die Probleme.“

In Kirchlengern erweisen sich die Straßenausbaubeiträge für Anlieger als starkes Wahlkampfthema, diese will die SPD ebenso abschaffen wie den Mindestabstand von 1000 Metern bei Windkraftanlagen. Kutschaty: „Wir schlagen als Abstand zu Wohnhäusern dreimal die Höhe der Windkraftanlage vor.“ Man kann ihm nicht vorwerfen, konfliktreichen Themen aus dem Weg zu gehen.

 

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