Susanne Rutenkröger siegt bei Stichwahl

von Gaby Arndt

SPD-Frau in 17 von 20 Wahlbezirken vorn

Foto Daniela Dembert WB

Von Daniel Salmon und Daniela Dembert

Bünde (HK). Wie der Vater so die Tochter: Ex-Bürgermeister Siegfried Hagemann ist einer der ersten, der Susanne Rutenkröger am Stichwahlabend gratuliert. Die Sozialdemokratin hat es geschafft. 54,9 Prozent der Wähler wollen sie als neues Bünder Stadtoberhaupt.

Erstmals seit 1999 ist der Chefposten im Rathaus der Zigarrenstadt somit wieder in SPD-Hand. Für Martin Schuster, gemeinsamer Kandidat von CDU und FDP, ist das deutliche Ergebnis eine herbe Enttäuschung, liegt er doch 1543 Stimmen hinter seiner Kontrahentin zurück.

In der Gaststätte Erdbrügger herrscht am Wahlabend zunächst angespannte Stille, hat die Stimmauszählung doch mit einer Niederlage im ersten ausgezählten Bezirk begonnen. Der Wahlbezirk Grundschule Südlengern II geht knapp an Martin Schuster. Allerdings folgt dem Dämpfer ein Etappensieg auf den nächsten.

Auch die CDU-Hochburgen gehen – bis auf drei – eine nach der anderen an Susanne Rutenkröger. Während diese immer wieder angespannt von Raum zu Raum tigert, bessert sich die Laune der versammelten Genossen zusehends. Mit Bekanntgabe der Ergebnisse aus den beiden Holser Wahlbezirken wird der Jubel frenetischer. Schon vor Auszählungsende wird gesungen: „Oh, wie ist das schön“. Selbst die Landtagsabgeordnete Angela Lück greift vor Bekanntgabe des Endergebnisses zum Hörer und gratuliert Rutenkröger telefonisch zum neuen Amt. Später schaut auch SPD-Bundestagsmitglied Stefan Schwartze zum Anstoßen vorbei.

 

Weiterlesen Westfalen-Blatt 28.09.2020

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