Schalter kommunizieren per Funk

von Charlotte Bents

Angela Lück und Stefan Schwartze besuchen Steute Schaltgeräte

c/o Lydia Böhne

Löhne-Gohfeld (LZ). »Die Produktionsvielfalt, die Sorgfalt mit der gearbeitet wird und die Weiterentwicklung haben uns sehr beeindruckt«, sagte Stefan Schwarzte. Gemeinsam mit der Landtagsabgeordneten Angela Lück hat der SPD-Bundestagsabgeordnete einen Blick hinter die Kulissen der Firma Steute geworfen.

»Aus dem medizinischen Bereich ist die Firma nicht mehr wegzudenken«, bemerkte Angela Lück. Unter dem Namen Meditec kümmert sich Steute Schaltgeräte um Bediensysteme für medizintechnische Geräte. Dieser Sektor nimmt mehr als 50 Prozent der Arbeit ein. »Ein Fußschalter, der für die Operation des Grauen Stars verwendet wird, hat mich persönlich sehr beeindruckt«, sagte Stefan Schwartze. »Er funktioniert ähnlich wie ein Gaspedal und steuert zum Beispiel den Laser oder den Sauger«, erläuterte Geschäftsführer Marc Stanesby.

Die Steute-Produkte müssen vor allem eins: präzise und zuverlässig arbeiten. Das ist nicht nur im medizinischen Bereich wichtig. Zum Repertoire der Firma gehören auch Notschalter für Seilzüge, zum Abschalten von Förderbändern oder für Landmaschinen. »Der Markt ist groß und der Bedarf ist da«, sagte Marc Stanesby. 60 Prozent der Produkte werden von der Firma hauptsächlich nach Japan, China und in die USA exportiert. Deshalb investiert die Firma, die eigene Tochtergesellschaften in acht Ländern betreibt und ihren Hauptsitz in Löhne hat, viel in die Forschung und Weiterentwicklung ihrer Technologien.

»Wir arbeiten an einer neuen Funktechnologie. Viele Signale werden per Kabel übertragen, viel hygienischer ist es allerdings im medizinischen Bereich, wenn wir über Wireless arbeiten«, erläuterte der Geschäftsführer. Entwickelt hat die Firma deshalb das »sWave.NET«. Die Technologie soll im Herbst in Form von Funkschaltgeräten in die Produktion gehen. »Sie ermöglicht es zum Beispiel, zu erkennen, ob eine benötigte Bestellmenge erreicht ist. Wenn dies der Fall ist, wird ein Signal ausgesandt und die Bestellung automatisch versendet«, erläuterte Stanesby das Verfahren.

»Für uns als Politiker war es interessant, zu schauen, wo wir die heimischen Firmen noch unterstützen können«, sagte Angela Lück. Für den wirtschaftlichen Erfolg der Region seien die mittelständischen Unternehmen nicht wegzudenken. Es sei wichtig, sich untereinander zu kennen und Kontakte zu pflegen, erläuterte sie den Grund ihres erstmaligen Besuches. »Wichtig sind für uns gute Infrastrukturen, der Standort sollte sich auch für unsere Mitarbeiter als attraktiv darstellen. Viele sind für ihre Arbeit hergezogen«, ergänzte der Geschäftsführer. Auch die Kooperation mit dem Campus Minden und der Universität Bielefeld solle weiter gefördert werden, wenn es nach Angela Lück und Stefan Schwartze gehe. »Dafür wollen wir mit dem Projekt ›It’s OWL‹ in eine zweite Runde gehen«, sagte SPD-Politiker Schwartze. Hochschulen und Firmen hatten dabei direkt miteinander kooperiert. 16 Auszubildende beschäftigt die Firma Steute momentan. »Davon sind vier Studenten«, sagte Marketingleiter René Scherer.

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