Rassegeflügelzüchter ohne Hühner im Landesparlament

von Katharina Brand-Parteck

Kirchlengern. Die Hühner hatten Urlaub und die Rassegeflügelzüchter des RGZV Klosterbauerschaft mit dem Vorsitzenden Heiko Weßler besuchten an einem Samstag die Landtagsabgeordnete Angela Lück im Landtag Nordrhein-Westfalen.

In Düsseldorf angekommen begleitete eine Stadtführerin die Kirchlengeraner durch die Geschichte Düsseldorfs. Am Hotel HYATT, der neuen Unterkunft unserer Fußballnationalmannschaft, begab sich die Gruppe auf einen kleinen Ausflug. Den Medienhafen mit seinen neuen und alten Gebäuden einmal aus der Nähe zu betrachten war ein besonderes Highlight. Das Motto Schiff und Wasser in diesem Teil der Stadt konnten die Besucher gut nachvollziehen.

Weiter ging es zum Landtag Nordrhein-Westfalen, der sich in ungewöhnlicher Stille zeigte. Es war eben ein Samstag, die Beschäftigten hatten Wochenende und die Abgeordneten waren in ihren Wahl­kreisen unterwegs. So hatte sich Angela Lück an diesem Tag auf dem Weg nach Düsseldorf gemacht um die Rassegeflügelzüchter zu treffen.

Nach der Information des Besucherdienstes begleitete Frau Lück die Gruppe in den SPD-Fraktions­raum. Hier zeigte sie die Sitzverteilung der SPD-Fraktion auf und bemerkte lächelnd: „Hier sitzen die elf ostwestfälischen Abgeordneten, man nennt uns auch die Teutonen.“

Weiter erklärte Frau Lück, „Da ich vor meiner Abgeordnetentätigkeit als Krankenschwester gearbeitet habe, lag es nah, dass ich in dem Ausschuss Arbeit, Gesundheit und Soziales schwerpunktmäßig arbei­te, der zweite Ausschuss, in dem ich ordentliches Mitglied bin ist der Integrationsausschuss.“ Ein Blick in die Besucherrunde zeigte, dass an diesem Tag der Altersdurchschnitt durch die Junggeflügel­züchter deutlich gesenkt wurde, so konnte sich dann auch Frau Lück bei den jungen Leuten einmal erkundigen: „Sind in euren Klassen auch Flüchtlinge?“, und, „lernen sie schnell deutsch?“ Die Ant­worten bestätigten, dass die in Kirchlengern eingeschulten Kinder schnell die Sprache erlernen und sich im Alltag zurechtfinden. „Es ist wichtig, dass die zu uns geflüchteten Menschen möglichst schnell in ein ‚normales‘ Leben finden. Dazu gehört, die Sprache zu lernen, zur Schule zu gehen und Arbeit zu finden.“, erörterte die Abgeordnete. „Insbesondere der Bund ist hier gefordert, die Städte und Gemeinden finanziell zu unterstützen, Integration darf nicht am Geldmangel scheitern. Ein positives Signal gab es jetzt schon mal vom runden Tisch in Berlin mit den Ministerpräsidenten der Länder.“, führte Lück weiter aus.

Auch an Samstagen hat eine Stunde Diskussion mit der Abgeordneten nur 60 Minuten. So nutzten einige Besucher auf dem Weg zu Kaffee und Kuchen noch die Gelegenheit zu einem kurzen persön­lichen Gespräch.

Abschließend besuchte die Besuchergruppe aus Kirchlengern die Altstadt der Landeshauptstadt, die einen zum Bummeln und die anderen zum Shoppen, bevor sie die Heimreise antraten.

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