Posaunenchor Löhne zu Besuch bei Angela Lück

von Gaby Arndt

Löhne. Ausnahmsweise trommelte Ulrich Galla vom Posaunenchor Löhne, eine unterneh­mungslustige Gruppe der Martin-Luther-Kirchengemeinde zusammen und besuchte die Landtagsabgeordnete Angela Lück im Landtag Nordrhein-Westfalen.

 

In Düsseldorf stand zunächst eine Stadtführung auf der Tagesordnung. Diese führte die Gemeindemitglieder durch die neu gestaltete Innenstadt, ein Erlebnis, dass Be­sucher der Landeshauptstadt in zwei Jahren nicht mehr genießen können. Da, wo heute noch Straßenbahnen, Busse und PKWs fahren, gehen bald nur noch Fußgän­ger und genießen die Weiterführung des Parks am Kö-Bogen oder flanieren in der breit angelegten Fußgängerzone. Abschließend erhaschten die Besucher noch einen Blick in den Medienhafen und trafen guter Dinge vor dem Landesparlament ein.

 

Die Bürgerhalle des Landtags NRW glich einer belebten Markthalle, als die Löhner durch den Besucherdienst begrüßt wurden. Aus allen Richtungen strömten Men­schen auf dem Weg zu Gesprächen in einer der Säle oder trafen sich in der Bürger­halle mit Abgeordneten oder Mitarbeitern der Ministerien. Eine lebhafte Debatte über die Tagesordnungspunkte Flüchtlingsforum und das Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) erlebten die Besucher im Plenarsaal des nordrhein-westfälischen Parlaments bevor sie auf die Abgeordnete Angela Lück im SPD-Fraktionssaal trafen.

 

Frau Lück erklärte zunächst den Angereisten die Sitzordnung im SPD-Fraktionssaal und ging auch auf die Leere im Plenarsaal ein. Auf die Frage, wie sie den Landtags­abgeordnete wurde, antwortete Angela Lück: „Mein Beruf als Krankenschwester und Betriebsrätin habe ich gerne gemacht, eigentlich wollte ich keine Veränderung. Da ich bereits einige Jahre in der Kommunalpolitik tätig war, wurde ich gefragt, ob ich nicht für den Landtag kandidieren möchte. Ich habe nicht gleich „ja“ gesagt, denn man muss sich schon überlegen, ob man morgens die Zeitung aufschlägt, und da steht etwas über einen selbst im Positiven wie im Negativen. Zu Wahlkampfzeiten schaut man ständig auf Plakaten in sein eigenes Gesicht. Aber die neue Herausforderung hat mich dann doch gereizt und ich habe es nicht bereut, da ich für den Wahlkreis vieles erreichen kann.“

 

„Mich hat erschüttert, wie man während der Sitzung miteinander umgeht“, bemerkte eine Besucherin. „Das darf man nicht persönlich nehmen. Wir kennen die Haltung der anderen Fraktionen ganz gut, denn wir wissen aus den Ausschüssen, wie der einzelne Abgeordnete abstimmt. In den Plenardebatten ist es wichtig, damit die Unterschiede deutlicher werden.“ erklärte Frau Lück.

Die Gruppe verabschiedete sich herzlich von Frau Lück und genoss noch einen recht milden Nachmittag in der Düsseldorfer Altstadt.

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