Politiker besuchen die Berolina-Klinik

von Katharina Brand-Parteck

SPD-Delegation informiert sich über das Leistungsangebot

Löhne (nw). Eine Delegation von SPD-Politikern hat sich jetzt über das psychosomatische Leistungsangebot der Berolina-Klinik der Berolina Klinik informiert. Zu Gast in der Klinik waren auch der Bundestagsabgeordnete Stephan Schwartze und die Landtagsabgeordnete Angela Lück. Über den Besuch informiert die Klinik in einer Pressemitteilung.

Die Zahl psychischer Erkrankungen (Depression, Mobbing, Burnout) steigt stetig. Dies beeinflusst wiederum die Zahlen der Arbeitsunfähigkeitstage und die Beantragungen von Frührente. Welche Auswirkungen hat das auf die Lebenssituationen der Menschen? Welche Auswege und Hilfestellungen gibt es? Die psychischen Belastungen von Pflegepersonen werden derzeit vielfach diskutiert. Dabei geht es auch um den Erhalt der Arbeitsfähigkeit für Personen mit zu pflegenden Angehörigen: Welche Möglichkeiten bieten Kliniken mit stationären und ambulanten Angeboten? Dies waren einige Fragestellungen im Vorfeld des Informationsbesuches der SPD-Delegation in der Berolina Klinik.

Johannes Hüpel, kaufmännischer Direktor der Berolina Klinik, stellte im Rahmen der Begrüßung die Entwicklungsgeschichte der Berolina-Klinik dar.

Prof. Dr. Gerhard Schmid-Ott, Ärztlicher Direktor, erläuterte zunächst die gravierenden Unterschiede der psychischen und psychosomatischen Erkrankungen im Vergleich zu den somatischen (körperlichen) Erkrankungen. So dauere es z. B. bei psychischen/psychosomatischen Krankheiten im Durchschnitt sieben Jahre vom Auftreten der Krankheit bis zum Klinikaufenthalt.

Die Aktivitäten der Klinik, unter anderem Symposien und Projekte der Versorgungsforschung sowie die Besonderheiten, zum Beispiel mehr als 17 unterschiedliche Therapiegruppen, die Schwerpunktsetzung auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, die nicht nur "die Berücksichtigung von Erziehungs- sondern auch die Pflegetätigkeit" konstatierte Schmid-Ott anschließend.

Rolf Süllwold, Chefarzt Psychosomatik der Berolina Klinik, referierte, ausgehend von der Definition "Stress", den Stresssymptomen, wie Schlaflosigkeit, Bluthochdruck, Verspannungen und Rückenschmerzen, über das Behandlungs- und Therapieangebot der Berolina-Klinik.

Die Patientinnen sollen in ihrem Rehabilitationsaufenthalt, der durchschnittlich 38 Tage dauert, Ressourcen und Fähigkeiten erlernen und auch unter Anleitung üben, um die Anforderungen in Beruf und Familie wieder bewältigen zu können.

Suzanne Morshuis, leitende Oberärztin, stellte die unterschiedlichen Krankheitsbilder und die entsprechenden Therapiegruppen vor. Sie erläuterte, dass "die Ziele des Rehabilitationsaufenthaltes realistisch formuliert werden müssen, um die Motivation durch Erfolgserlebnisse zu steigern und Frustrationen zu vermeiden".

In der abschließenden Gesprächsrunde wurden generelle Themen wie "Wer ist der Kostenträger des Rehabilitationsaufenthaltes?, Wie hoch ist die Ablehnquote von Reha-Anträgen" aber auch Einzelthemen, wie "Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen" oder "Change is Pain", d. h. die besonderen Anforderungen, Verhaltensänderungen langfristig beizubehalten, diskutiert.

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13 - Löhne und Gohfeld, Donnerstag 12. Februar 2015

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