Newsletter März 2020

von Elena Strehle

Liebe Leserinnen und Leser,
 
vor ungefähr zwei Wochen wurden die ersten Corona-Infektionen in NRW bekannt. Seitdem ging vieles Schlag auf Schlag. Es wurden immer mehr Infizierte gemeldet, der Kreis Heinsberg erlangte traurige Berühmtheit und überhaupt ist NRW innerhalb Deutschlands am stärksten betroffen. Auch unsere Plenarsitzungen im Landtag blieben von Schutzmaßnahmen nicht verschont. So mussten wir zum ersten Mal „Geistersitzungen“ durchführen, nämlich ohne die sonst üblichen Besuchergruppen, die auf der Tribüne das Geschehen verfolgen. Sicherheitshalber wurden alle größeren Gruppen abbestellt.
 
Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, dass wir auf unser Gesundheitssystem vertrauen können. Seit Beginn der Corona-Pandemie sind von den Kreisen und Städten eine Vielzahl an Maßnahmen zur Verhinderung der Ausbreitung und zum Schutz der Bevölkerung getroffen worden. Viele Menschen wurden unter Quarantäne gestellt, denn nur so lässt sich wirksam verhindern, dass das Virus noch größere Kreise zieht. Auch wurden Feste abgesagt und Einrichtungen mit viel Publikumsverkehr vorübergehend geschlossen. Wir können darauf vertrauen, dass die nötigen Maßnahmen auf örtlicher Ebene ergriffen werden.
 
NRW-Gesundheitsminister Laumann indes hat sich nicht nur mit Ruhm bekleckert. Zu Beginn hat er noch vollmundig behauptet, dass NRW gut auf das Virus vorbereitet sei, aber nur kurze Zeit musste er später einräumen, dass die einfachsten Dingen wie Mundschutzmasken und Desinfektionsmitteln fehlen. In der Aussprache im Plenum hat uns die Landesregierung jetzt aber zugesagt, alles zu tun, um die Ausbreitung des Virus „so gut wie möglich“ zu verzögern und ältere und vorerkrankte Menschen zu schützen. Priorität habe zudem, dass die Infrastruktur des Gesundheitswesens „funktionsfähig“ bleibe.
 
Das geht in die richtige Richtung. Wir wünschen uns eine klare Linie, eine umfassende und schlüssige Strategie sowie mehr Unterstützung für die Kommunen, die mit den Entscheidungen bisher allein gelassen wurden. Damit endlich alle wissen, woran sie sind und was zu tun ist.
 
Dazu gehört beispielsweise auch eine Antwort auf die Frage, wie die Schulen in unserem Land mit der Herausforderung umgehen sollen. Wie können sich Schülerinnen und Schüler schützen? Gibt es beispielweise ausreichend Seife, Warmwasser und Papiertücher zum Händewaschen? Als hätten die Schulen nicht schon genug Probleme. Denn, wie das Magazin Westpol vergangenen Sonntag berichtete, viele Schulen in NRW sind schlichtweg marode. Toiletten sind kaputt, Fenster sind undicht, die Fassaden bröckeln. Um die Schulgebäude zu modernisieren, haben wir unter Rot-Grün 2017 das Programm „Gute Schule 2020“ aufgelegt. Das Programm läuft jetzt aus, die Mittel sind aufgebraucht. Es braucht dringend eine Fortsetzung der Investitionen. Die forderten wir in der letzten Plenarwoche. https://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD17-8814.pdf
 
Ich wünsche nun eine angenehme Lektüre meines aktuellen Newsletters. Angesichts der Virus-Situation wünsche ich allen eine gute Gesundheit! Wir sollten wachsam sein, aber entspannt bleiben und vor allem die Ruhe bewahren.

Weitere Neuigkeiten dieser Woche im nachfolgenden Newsletter.
 
Herzlich

Zurück