Mann-o-Mann

von Katharina Brand-Parteck

-Vom Wittel in die Landeshauptstadt-

Mann-O-Mann, die Löhner Männergruppe auf dem Wittel, begleitet von ihrem Leiter Klaus Gieselmann, verschafften sich einen Eindruck über die Arbeit ihrer Landtagsabgeordneten Angela Lück an einem Plenartag.

Zunächst begab sich die Gruppe auf historischen Kurs durch die Landeshauptstadt. Von den Wittelsbachern über Napoleon und die Preußen bis in die heutige Zeit lauschten die Gäste interessiert der begleitenden Stadtführerin. Der Weg vom Medienhafen bis zum Eingang des Landtagsgebäudes war dann auch schnell zu Fuß überbrückt.

Zwischen 1000 und 1500 Menschen besuchen an Plenartagen ihre Abgeordneten im Parlament. Das erfordert einen straffen Zeitplan, ermöglicht aber gleichzeitig vielen Bürgerinnen und Bürgern den Einblick in die Arbeit der Parlamentarier. Und so zeigte sich die Bürgerhalle des Landtags als ein Ort der Begegnung, des Zusammentreffens und des ersten Händeschüttelns mit der Landtagsabgeordne­ten Angela Lück.

Von der Tribüne des Plenarsaals verfolgten die Besucher eine einvernehmliche Debatte zum Gesetz zur Entwicklung und Stärkung einer demographiefesten, teilhabeorientierten Infrastruktur und zur Weiterentwicklung und Sicherung der Qualität von Wohn- und Betreuungsangeboten für ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen und ihre Angehörigen (Kurz - GEPA NRW). Die neue Pflegereform des Landes Nordrhein-Westfalen ebnet den Weg für mehr Lebensqualität im Alter.

Die Landtagsabgeordnete Angela Lück, die aufgrund der anstehenden Abstimmung verspätet zu der Diskussion mit den Besuchern vom Wittel kam, erklärte sichtlich erleichtert: „Der nordrhein-westfäli­sche Landtag hat ein Pflegereformgesetz verabschiedet, das die Voraussetzungen für die ambulante Versorgung pflegebedürftiger Menschen in der vertrauten Umgebung erleichtern soll. An der Entwick­lung des Gesetzes haben über einen Zeitraum von rund zwei Jahren alle relevanten Gruppen mitge­wirkt!“

„Wie werden denn die zukünftigen Einrichtungen überprüft und wer zahlt was?“, erkundigte sich ein Mitglied von Mann-O-Mann. „Pflegeeinrichtungen und auch diese neuen Wohnformen werden von der Heimaufsicht der Stadt oder wie bei uns vom Kreis kontrolliert. Kosten für die Unterbringung oder Dienstleistungen müssen von den Bewohnern, der verschiedenen Wohnmodelle getragen werden. Aber, und das ist neu und für alle Betroffenen wichtig, es muss das Tatsächlichkeitsprinzip angewandt werden. Nur die Kosten, die entstehen, können in Rechnung gestellt werden.“ Angela Lück führte weiter aus, „wir wollen den stationären Aufenthalt nicht ausweiten. Es macht auch keinen Sinn darüber hinweg zu gehen, dass die geburtenstarken Jahrgänge schon bald nach altersgerechten Wohn­formen suchen werden. Das bedeutet, Alte und Betagte werden mehr, nur diejenigen, die sie pflegen, werden immer weniger. Darum halte ich auch den heute gefassten Beschluss, alternative Wohnformen, wie Mehrgenerationenhäuser, Wohngemeinschaften oder wohnen im Quartier zu ermöglichen, einen Schritt in die richtige Richtung.

Das Gesetz sieht auch eine verbesserte Qualitätssicherung bei ambulanten Diensten und teilstationären Pflege- und Betreuungsangeboten vor. Es handelt sich um ein übergreifendes Reformgesetz für das gesamte Landesrecht zu den Themen Pflege und Alter, und sorgt für mehr Lebensqualität bei älteren Menschen und ihren Angehörigen.“, erklärte Angela Lück den Besuchern.

Vom Landtag in die Altstadt lautete der abschließende Teil der Reise für die Mitglieder von Mann-O-Mann, und das an einem sonnigen Herbsttag, wo die Düsseldorfer Außengastronomie jeden Gast zum Verweilen und genießen einlud.

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