Landtagsabgeordnete und Bürgermeister gratulieren der Firma Hahne zum Landesehrenpreis

von Gaby Arndt

-Ein Unternehmer mit Verantwortung!-

(c) Gaby Arndt

Löhne. Das familiär geführte Unternehmen Hahne Mühlenwerke aus Löhne, erhielt Ende letzten Jahres den Landesehrenpreis für gute ökologische Produkte und eine besondere Mitarbeiterführung durch das Umweltministerium des Landes Nordrhein-Westfalen. Grund genug für die Landtagsabgeordnete Angela Lück und Bürgermeister Bernd Poggemöller Geschäftsführer Nikolaus Hahne persönlich Glückwünsche zu überbringen.

Auch Senior Dietrich Hahne und Vertriebsleiter Jörg Wagner gesellten sich zu der Runde. Vor vier Jahren hatte Hahne-Senior die Mühlenwerke an seinen Sohn Nikolaus Hahne in sechster Generation weitergeben. 168 Jahre Familienunternehmen bedeutet viel Tradition und Verantwortung. Nikolaus Hahne stellte sich dieser Herausforderung und setzt auf einen hohen Qualitätsstandard. „Wir verarbeiten nur Getreide und Obst von ökologisch sinnvollen Anbaumethoden. Auch ist es mir wichtig hiesige Obstsorten in unserem Müsli zu verarbeiten. Eine Papaya z. B., biologisch angebaut in Südamerika und per Luftfracht verschickt, dann hier zu einem einigermaßen marktfähigen Preis anzubieten, das lässt sich mit unserer Firmenphilosophie nicht in Einklang bringen.“, erklärte Nikolaus Hahne. Vertriebsleiter Jörg Wagner fügte noch hinzu, „Allein, wenn wir den weiten Transportweg berücksichtigen und die damit verbundene Ökobilanz, kann niemand mehr von Bioprodukten sprechen.“

„Der Landesehrenpreis wird ja nicht nur für hochwertige Ökoprodukte vergeben, eine weitere Säule hier ist die Personalführung. Als ehemalige Betriebsrätin liegt mir dieses Thema natürlich auch sehr am Herzen“, bemerkte Angela Lück. „Wir legen großen Wert auf selbstständiges Arbeiten, eine große Bereitschaft sich in die Firma einzubringen mit Projekten, Ideen oder neuen Produktkreationen.“, berichtete Herr Hahne. Bernd Poggemöller sprach in diesem Zusammenhang den Werksverkauf an. „Ein Projekt Ihrer Auszubildenden, wie ich hörte!“ Hahne erläuterte, dass der Werksverkauf jeden Freitag und jeden 1. Samstag im Monat von 10.00 Uhr -14.00 Uhr stattfindet, basierend auf der Idee der vier Auszubildenden und ausschließlich unter ihrer Regie laufend.

Das Projekt steht unter dem Aspekt Hahne-Produkte auch in der eigenen Region wieder attraktiver darzustellen und im direkten Gespräch auch die Wünsche der Verbraucher mehr berücksichtigen zu können.

60 Prozent des Umsatzes macht Hahne im Ausland. „Made in Germany“ wird in China besonders geschätzt. Wichtig ist, dass die Cerealien hier angebaut und hergestellt werden. „In einer –Ein-Kind-Gesellschaft- wie in China achten Eltern besonders auf gesunde Ernährung. Da spielt der Preis nur eine untergeordnete Rolle“, so Nikolaus Hahne.

Die Produktpalette erfindet sich, bedingt auch durch die weltweite Kundschaft, immer wieder neu. Koschere Artikel, selbst „Heilwasser-Flakes“, hergestellt aus nur zwei Zutaten, Getreide unter Zusatz heimischer Sole sowie glutenfreie Müslis bilden den Bereich der Spezialprodukte, eine Reaktion auf Wünsche und Traditionen.

„Trotz aller Innovationen gibt es momentan Umsatzeinbrüche in Ihrer Firma. Welche Konsequenzen kommen da auf die Beschäftigten und Sie als Unternehmer zu“, informierte sich eine besorgte Angela Lück. „Die Abwertung des Rubels und die Wettbewerbsgestaltung der großen Discounter haben uns in der Vergangenheit viel Substanz gekostet. Daher sind wir jetzt gezwungen ein Sanierungskonzept für die Firma zu gestalten. Diese sogenannte strategische Insolvenz in Eigenverwaltung ist in erster Linie eine Sanierung aus der Insolvenz heraus. Das Unternehmen hat somit die Möglichkeit seine Zukunft aus eigener Kraft zu gestalten. Wir wollen keinen Verkauf, wir wollen einen Neuanfang. Ich weiß auch, dass dies zu personellen Konsequenzen führen wird und muss“, so Nikolaus Hahne. Angela Lück stellte bereits Kontakte zum Wirtschaftsministerium, Bereich Unternehmensrettung, her. „Wir bleiben im Gespräch“, versprach die Landtagsabgeordnete.

Auch der Löhner Bürgermeister sicherte jede mögliche Unterstützung zu. Bernd Poggemöller betonte, dass er und die Löhner-Wirtschaftsförderung –wie bisher- im Dialog mit dem Unternehmen bleiben: “Dieses Traditionsunternehmen mit allen Facetten gehört zum Standort Löhne.“

Dietrich Hahne ergänzte abschließend: „Meine Vorfahren sind mit Mehl mahlen angefangen, ich habe auf Cornflakes umgestellt, wichtig ist, dass jetzt ein neues Konzept mit frischem Wind, für eine sichere Zukunft der Hahne-Mühlenwerke und somit auch für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgt.“

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