Landfrauen on Tour

von Elena Strehle

Samstags im Landtag NRW mit der Abgeordneten Angela Lück

c/o: Gaby Arndt

Kreis Herford. Die Landfrauen aus dem Kreis Herford machten sich auf, die Landtagsabgeordnete Angela Lück an einem Samstag im Landtag Nordrhein-Westfalen zu besuchen.

Mit viel Spaß und Energie gelangten sie in die Landeshauptstadt Düsseldorf. Die zugestiegene Stadtführerin zeigte Ihnen eine lebendige und interessante Stadt, die vom Dorf 1299 zu Stadtrechten kam, fortan sich weiterentwickelte, mal über die Herzöge von Berg und den Kurfürsten von der Pfalz, sowie von Napoleon über die ungeliebten Preußen, hin zu einer heute gut aufgestellten Metropole am Rhein.

Für das Aufstreben dieser Stadt spielte zuletzt auch der Sitz des Landesparlaments eine nicht unerhebliche Rolle. Dieses galt es nun in Augenschein zu nehmen. Das sonst so betriebsame Gebäude am Rhein bot an einem Samstag einen fast verlassenen Eindruck. Wo sonst Menschen von einem Raum zum anderen strömen, gab es viel Luft zum Atmen. So konnte der Besucherdienst auch die einmalige Gelegenheit nutzen die Gäste auf der Besuchertribüne des Plenarsaals, wo sonst für Besucher absolutes Redeverbot herrscht, zu empfangen und die Arbeit des Parlaments und deren Abgeordnete zu erklären.  Angela Lück gesellte sich auf der Tribüne dazu und zeigte den Frauen anschließend ihren Sitzplatz im Plenarsaal. Von dort ging es in einen der Sitzungssäle, um mit der Abgeordneten zu diskutieren.

Dazu benötigte es keiner Aufwärmzeit, denn die Landfrauen reisten mit einer Menge Fragen nach Düsseldorf und nutzen die Zeit mit Angela Lück. „Wie kommen die Unterschiede bei den Kita-Gebühren zustande? Warum ist die eine Schule digital gut ausgerüstet und die andere gar nicht und das im selben Kreisgebiet?  Warum hat die Kommune mehr Geld zur Verfügung als die andere?......“

„Kommunen haben unterschiedliche Einnahmequellen. Am Beispiel von Spenge und Löhne kann man schon erkennen, dass die eine Stadt eine gute Autobahnanbindung hat und somit die Ansiedlung von Firmen deutlich interessanter ist.“, so Angela Lück. „Städte wie zum Beispiel Düsseldorf erheben keinerlei Kita-Gebühren. Löhne und Herford können sich das nicht leisten.“ Auch an den Ausleihgebühren der Stadtbüchereien, an der Digitalisierung von Schulen und den Ausstattungen der Schulgebäude sehe man, wie gut oder schlecht die finanzielle Situation einer Stadt sei.

Die Abgeordnete erklärte weiter, dass es wichtig sei in Kita und Schule einheitliche Standards zu schaffen. „Bildung ist unser höchstes Gut, den Menschen in unserem Land sollte es gleich gut gehen.“, forderte Lück. Die SPD-Fraktion im Land hatte in der letzten Wahlperiode bereits ein Papier zur Abschaffung der Gebühren in Kitas vorbereitet, das nun leider von der neuen Landesregierung nicht mehr umgesetzt wird.

Im Schulbereich sollte die Bundesregierung einheitliche Regelungen gemeinsam mit den Ländern und somit auch eine auskömmliche und für alle gleiche finanzielle und materielle Ausstattung gewährleisten. Auch wenn Schule und Bildung immer noch Sache der einzelnen Bundesländer ist, sollte man hier aufeinander zugehen, um gleiche Voraussetzungen zu schaffen. „Bildung sollte gebührenfrei sein, damit für alle Menschen in Deutschland der Zugang und der Start ins Leben gewährleistet ist.“, resümierte die Landtagsabgeordnete und erntete von allen Besuchern Zustimmung.

Wie immer war die Zeit der Diskussion viel zu kurz, daher versprach Angela Lück, die selbst Mitglied bei den Landfrauen ist, die Verlängerung der  Diskussionsrunde in den Kreis Herford zu verlegen.

Abschließend stürzten sich die Frauen ins Getümmel der Altstadt, um abends mit einem Bündel an Eindrücken wieder nach Hause zu fahren.

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