Hettichs Produktionshalle C2 mit dem Landesarchitekturpreis ausgezeichnet

von Gaby Arndt

-Mut zur Innovation zahlt sich aus-

(c) Gaby Arndt

Bünde/Kirchlengern. Zur Eröffnung der neuen Produktionshalle, C 2, konnte die Landtagsabgeordnete Angela Lück bereits einen Blick in die neue Produktionsstätte werfen. Die Auszeichnung durch das NRW Bauministerium und der Architektenkammer NRW als vorbildliches Bauwerk, gab den Anlass sich noch einmal vor Ort das Gebäude in seiner Größe und Nachhaltigkeit genauer anzuschauen, und natürlich Glückwünsche für den Preis zu überbringen, der nur alle fünf Jahre verliehen wird.

In der Unternehmensgruppe Hettich, ein reines Familienunternehmen, 1888 in Schwaben gegründet, steht heute mit Dr. Andreas Hettich in vierter Generation ein weiteres Familienmitglied an der Spitze der Geschäftsleitung. 1930 siedelten drei Hettich Brüder nach Herford um, und eroberten mit innovativen Ideen und Mut zum Risiko die ostwestfälische Möbelindustrie.

Damals wie heute geht es darum beste Qualität so effektiv und präzise wie möglich zu produzieren. Die damals konstruierte Fertigungsstraße für Stangenscharniere könnte ein Prototyp für die heute vollautomatische Fertigungshalle in Bünde gewesen sein.

Ein spannendes Unternehmen in allen Bereichen, dachte sich Angela Lück und wurde vom Leiter des Facility-Managements Sven Oßenbrink noch einmal durch die neue Fertigungshalle geführt.

„Schon die Zufahrt zum Gebäude ist ein Erlebnis“, freute sich die Landtagsabgeordnete. „Riesig, eckig und trotzdem hat man nicht das Gefühl, dass es seine Umwelt verändert, es ist ein Hingucker.“ Oßenbrink machte auf die unbehandelte Holzfassade aufmerksam. „Bei der Auswahl der Planungsbeteiligten ist der Gedanke und das integrale Planungsteam bedeutend. In einem Wettbewerb haben uns die Architekten Banz und Riecks überzeugt.“

Trotz heutigem positiven Rückblicks, war es für Dr. Andreas Hettich eine mutige Entscheidung dieses Bauwerk aus den Materialien Stahl und Holz so in die Landschaft zu setzen. Aus energetischen und ästhetischen Gründen, ein absolut gelungenes Konzept, innen wie außen. „Die Gebäudenutzungskosten machen 90 Prozent der Lebenszykluskosten eines Gebäudes aus und sind in der Planungsphase am einfachsten und mit dem größten Nutzen für den Betreiber zu beeinflussen. Somit ist jedes heute energetisch, lediglich rechtskonform zur Energieeinsparverordnung (EnEV) geplante Gebäude schnell eine finanzielle ‚Altlast‘ für die Bauherren. Das bedeutet für Fachplaner, dass sie zukunftsfähige Baumethoden anwenden. Aufklärung der Bauherren über die Betriebskosten und zusätzlich zum Kostenaspekt, die Beachtung des weit überfälligen Klimaschutzes und der Ressourcenschonung für nachfolgende Generationen.“, berichtete Oßenbrink.

Im Eingang des Gebäudes begegnete der Abgeordneten kein kalter Beton, kein ohrenbetäubender Lärm stattdessen Holzwände und angenehme Wärme, 14.000 qm mit einer Betriebskostenreduktion im sechsstelligen Bereich. Das in Holzrahmenweise gebaute Betriebsgebäude besticht seinen Besucher durch eine vorbildliche Architektur.
Hier werden Scharniere durch hochmoderne Fertigungsanlagen jeweils auf die besonderen Kundenwünsche genauestens angefertigt, Form wie Farbe alles individuell. Was am Eingang der Halle als Rohmaterial angeliefert wird, findet sich am Ende der Halle als fertiges Produkt wieder und erfreut jeden Haushalt mit einem gut funktionierenden Schubkastensystem, für Küchen und Schränke aller Art.

Abschließend überbrachte Angela Lück im Hettich-Forum Dr. Andreas Hettich, ein, wie sie formulierte, mutiger und innovativer Unternehmer hier in unserem Kreis, persönlich Glückwünsche. „Es ist eine besondere Auszeichnung einen solchen Landespreis zu erhalten, und es ist mir daher auch wichtig, ihnen hier vor Ort in Kirchlengern meine Anerkennung und Glückwünsche kundzutun. Schön, dass ich die Halle heute einmal im laufenden Betrieb besichtigen durfte.“

 

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