Großer Bahnhof im historischen Wartesaal

von Gaby Arndt

Staatssekretär Klaus Kaiser besichtigt den Probebetrieb im „Dritten Ort“. Vor Ort macht er sich ein Bild davon, wie die Fördermittel verwendet werden.

c/o Sandra C.Siegemund / Neue Westfälische

Löhne. Auf einem Bahnhof ist immer etwas los. Und auch im zu neuem Leben erwachten Löhner Bahnhof wird, seit im Sommer der Testlauf für den „Dritten Ort“ startete, viel geboten. Am Samstag hat Staatssekretär Klaus Kaiser Löhne besucht, um sich vor Ort umzuschauen, wofür die Fördergelder des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft verwendet werden.

Im früheren Wartesaal erster Klasse begrüßt Günter Willich, Vorsitzender des Vereins „Löhne umsteigen“, den Staatssekretär, andere Gäste und Vereinsmitglieder. „Der Bahnhof ist vom Raum für Vandalismus zur Begegnungsstätte geworden. Hier ist ein Querschnitt der Löhner Bürgerschaft mit unterschiedlichen Interessen und Vorstellungen für die Zukunft des Bahnhofs aktiv und hat viele Visionen entwickelt. Eine aktive Zivilgesellschaft ist Voraussetzung für eine funktionierende Demokratie. Ich bin froh, dass ich Teil davon sein kann“, sagt er und dankt allen für die „engagierte, vertrauensvolle und kooperative Zusammenarbeit“. Außerdem betont er: „Der Verein ist nicht auf Gewinnerzielung aus, sondern auf Geschenke und Hilfe angewiesen.“

Früher war der 1917 fertiggestellte Bahnhof ein großer Arbeitgeber, der maßgeblich zum Wohlstand Löhnes beigetragen hatte. Viele Löhner sind mit dem Bahnhof groß geworden. Seit dem Sommer wird der Mittelpunkt mit neuem Leben gefüllt. „Dritter Ort, das hat sich zunächst etwas unheimlich angehört, doch es sind einfach gemütliche Orte, die weder Arbeit noch Zuhause sind. Es gibt immer weniger davon. Doch auch zum Austausch mit anderen Menschen sind dritte Orte wichtig. Wir haben hier sowohl ländliche als auch urbane Strukturen“, sagt Bürgermeister Bernd Poggemöller. Er dankt für die Förderungen, um mit bürgerschaftlichem und ehrenamtlichem Engagement den Bahnhof als dritten Ort weiter voranzubringen. „Wir haben richtig Spaß, an diesem Ziel zu arbeiten“, so Bürgermeister Poggemöller. „Der Bahnhof liegt mir am Herzen. Ich freue mich über die Wiederbelebung“, stimmt die Landtagsabgeordnete Angela Lück zu......

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Weiterlesen in der Neuen Westfälischen vom 30.11.2021

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