Eine Teamplayerin verabschiedet sich

von Elena Strehle

c/o Björn Kenter

Von Björn Kenter

Bünde. "Man geht mit einem lachenden und einem weinenden Auge" - so lautete das Motto der Feierstunde bei der Verabschiedung von Barbara Hommel, Leiterin der Grundschule Hunnebrock, in den Ruhestand.

Viele Gäste, darunter Bürgermeister Wolfgang Koch, die SPD-Landtagsabgeordnete Angela Lück und Iris Hohberg von der Schulaufsicht des Kreises Herford, waren gekommen und würdigten in ihren Reden das Wirken von Hommel als einer engagierten Pädagogin, die seit ihrem Amtsantritt in Hunnebrock vor acht Jahren die Entwicklung der Schule positiv beeinflusst und die richtigen Weichen gestellt habe. "Sie haben ihre Führungsverantwortung in vorbildlicher Weise erfüllt und sich stets durch Beharrlichkeit, Gewissenhaftigkeit und Verlässlichkeit ausgezeichnet", lobte Iris Hohberg.

"Es ist sehr schade, dass sie gehen", würdigte auch Michael Honder vom OGS-Träger, dem DRK-Kreisverband Herford-Land, die Arbeit von Hommel, die bei vielen Kinderherzen einen bleibenden Eindruck hinterlassen habe.

Flashmob zum Abschied

Für die musikalische Unterhaltung sorgten der JeKits-Chor, der mit der Pommes-Polonaise die Feierstunde eröffnete, der Chor der 4. Klassen sowie Tanzauftritte der Jungen und Mädchen der Klassen 3 und 4 in Kooperation mit der Tanzschule Marks. Vor der Feierstunde hatte die komplette Schule sich zudem mit einem eigens einstudierten Flashmob auf dem Schulhof zu dem Lied "Happy" von ihrer Schulleiterin verabschiedet.

Das Lehrer-Kollegium hatte eigens für diesen Anlass den Song "Ein Hoch auf uns" mit einem selbstverfassten Text versehen und diesen auf der Bühne präsentiert. "Ich habe in 40 Jahren Schuldienst nicht geweint und habe nicht vor, das jetzt zu tun, aber innerlich weine ich", zeigte sich die 65-Jährige sehr gerührt über das Ständchen ihrer Kollegen.

In ihrer Abschiedsrede bedankte sich die scheidende Schulleiterin neben Eltern und Sponsoren vor allem beim gesamten Team aus Lehrerinnen, Lehrern und Erzieherinnen für die gute Zusammenarbeit.

Auch ihre Familie sei für sie immer ein wichtiges Regulativ gewesen. "Bei meinen Söhnen brauchte ich nicht die Chefin herauskehren, auch mein Mann hat mich immer ausgehalten, wenn ich meine Geduld mal in der Schule gelassen hatte", meinte Hommel mit einem Lächeln.

Ihre erste Stelle nach dem Studium hatte die Herforderin nach ihrem Studium mit dem Hauptfach Hauswirtschaft an der Hauptschule Elverdissen, wo sie von 1976 bis 1994 arbeitete.

Seit 2010 in Hunnebrock

Über mehrere Fortbildungen aufgrund der ersten Runde der Hauptschulschließungen in den 1990er Jahren wechselte Hommel 1994 an die Grundschule Falkstraße in Herford und übernahm 2006 die Stelle als Rektorin an der Grundschule Wallenbrück-Bardüttingdorf. Seit 2010 war die Mutter von zwei Söhnen als Schulleiterin in Hunnebrock tätig.

Von 2004 bis 2018 war Hommel zudem Mitglied im Hauptpersonalrat im Landesministerium für Schule und Bildung in Düsseldorf und engagierte sich seit 1994 ehrenamtlich im Verband Bildung und Erziehung (VBE).

Auch künftig will sich Hommel ehrenamtlich engagieren und vor allem die Möglichkeit nutzen, "auch einmal außerhalb der Ferien in Urlaub zu fahren."

Weiterlesen Neue Westfälische vom 09.07.2018

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