Ein Tag im Düsseldorfer Landtag

von Gaby Arndt

Kreis Herford. Die Mitglieder der Initiative Wirtschaftsstandort des Kreises Herford (IWKH) mit einigen Bürgerinnen und Bürgern kamen auf Einladung der Landtagsabgeordneten Angela Lück in den nordrhein-westfälischen Landtag. Es war zu schön, um wahr zu sein, die Rheinmetropole Düsseldorf präsentierte sich im strahlenden Sonnenschein. An der Rheinuferpromenade saßen die Menschen in der Sonne und genossen das schöne Wetter.

So war es dann auch möglich, dass die Stadtführerin einen kleinen Spaziergang zum Medienhafen unternahm und das kleine Schmuckstück Düsseldorfer Hafenkultur den Gästen näher brachte.

Von dort ging es direkt in den Landtag Nordrhein-Westfalen. Die geballte Polit-Prominenz war an diesem Tag anlässlich des Festaktes zum 70jährigen Bestehen unseres Bundeslan­des zu Gast, unter ihnen der Bundestagspräsident Norbert Lammert.

Der Besucherdienst nahm die Besucher aus dem Kreis Herford in Empfang und geleitete sie sicher durch die Menschenmassen in der Bürgerhalle in das Besucherzentrum und anschließend auf die Tribüne des Plenarsaals. Auf der Tagesordnung stand die Gesetzes­änderung der Verfassung des Landes NRW in der zweiten und dritten Lesung.

Im Fraktionsraum der SPD trafen die Teilnehmer im Anschluss auf die Landtagsabgeordnete Angela Lück, die ihnen ihren Werdegang von der Krankenschwester zur Ratsfrau und von da zur Landtagsabgeordneten schilderte. „Als ich das erste Mal gewählt wurde, konnte ich zunächst nicht glauben, dass ich nun das Krankenhaus gegen den Landtag austauschen werde. Es war, nach dem doch sehr anstrengenden Wahlkampf, erst einmal eine abstrakte Vorstellung, denn meinen Beruf als Krankenschwester habe ich immer sehr gern ausgeübt. Nun ging es auf zu neuen noch sehr fremden Aufgaben.“, erklärte Angela Lück den ersten Wahlsieg. „Heute ist die Arbeit im Landtag schon eine gewohnte, aber immer noch spannende Arbeit.“ Schwungvoll berichtete sie über ihre Arbeit im Ausschuss für Arbeit, Gesundheit und Soziales und dem Integrationsausschuss.

Sie freute sich, dass die Inklusion in Nordrhein-Westfalen endlich umgesetzt wird und viele Kindertagesstätten sehr schnell gestartet sind und sehr gute Arbeit leisten. Auf die Beme­rkungen einer Mitgereisten, dass es besser gewesen wäre vorher alle Probleme abzuwägen, antwortete Lück: „Einige Kitas haben die Inklusion schon viel früher gelebt und gezeigt, dass das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung gelingen kann. Da es in einigen Bereichen noch nicht so läuft, wie wir und auch die handelnden Personen es sich wünschen, müssen und wollen wir nachbessern. Wir werden immer wieder nachfragen, wie läuft es und wo müssen wir noch handeln oder können helfen. Wichtig ist uns hier, der Dialog zwischen Politik und handelnden Personen, die uns über ihre Erfahrungen im Alltag berichten, damit wir Möglichkeiten für ein Miteinander finden und die dafür nötigen Mittel zur Verfügung stellen sowie die Ausbildung von Pflegekräften attraktiver gestalten.“

Es gab noch viele parlamentarische Themen, die diskutiert wurden bevor es zum Abschluss noch das verdiente Kaffeetrinken in der Landtagskantine gab.

Nach einer sonnigen Exkursion durch die Düsseldorfer Altstadt und einem ausgiebigen Spaziergang entlang der Rheinuferpromenade ging es wieder zurück in den Kreis Herford.

 

Zurück