Ein Fest, das verbindet

von Gaby Arndt

Bruchmühlen: Das alljährliche Herbstfest fand am gestrigen Sonntag statt. Viele Besucher kamen trotz des frischen Oktoberwetters zu dem Dorffest

c/o Joel Beinke

Von Joel Beinke

Rödinghausen. Alle Jahre wieder füllen sich die Straßen im Zentrum von Bruchmühlen. Auch dieses Jahr fand das Herbstfest in Bruchmühlen statt. Bereits zum 24. Mal organisierte die Werbegemeinschaft Bruchmühlen das Fest, zu dem immer viele Besucher erscheinen.

Ursprünglich fand das Herbstfest am Tag der Deutschen Einheit statt. Durch die Erneuerung des Feiertag-Gesetzes, das den anliegenden Geschäften verbietet, an diesem Datum einen verkaufsoffenen Sonntag zu veranstalten, wird das Dorffest seit drei Jahren auf den ersten Sonntag im Oktober verlegt.

Wie in den vergangenen Jahren gab es ein vielfältiges Programmangebot. Begonnen hat das Fest mit einem Gottesdienst, der von den Pastoren Axel Brunning (Westkilver) und Matthias Hasselblatt (Bennien) geleitet wurde. Nach dem Gottesdienst fand die offizielle Eröffnung statt. „Hallo Bruchmühlen. Seid ihr gut drauf?“, leitete Mitorganisator Andreas Dix von der Werbegemeinschaft die Eröffnungsrede ein.

Dabei begrüßte er nicht nur die Besucher vor der Bühne, sondern auch die französischen Gäste, die aus der Partnerstadt Cires-lès-Mello aus Frankreich angereist waren. Fast 700 Kilometer haben die Franzosen auf sich genommen und präsentierten auf dem Herbstfest ihren regionalen Käse und ihren Wein.

Für Rödinghausens Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer hat die Zusammenarbeit zwischen dem Bruchmühlen von NRW und dem von Niedersachsen eine große Bedeutung. Vortmeyer wies auch auf den verkaufsoffenen Sonntag hin und stellte die Wichtigkeit eines „lokalen Einkaufs“ dar. Auch die Landtagsabgeordnete Angela Lück (SPD) hielt eine kleine Eröffnungsrede, in der sie die vielfältigen kulinarischen Angebote betonte. Neben der Chorgemeinschaft Rödinghausen-Bruchmühlen, den Minidancern vom TuS Bruchmühlen und dem Shantychor Bruchmühlen, trat auch die Cityband Bielefeld auf der Bühne auf.

Das Herbstfest zog sich bis auf das Gelände vom Wohnzentrum Bruchmühlen und dem Heimdecor Dix. Andreas Dix, der selbst seit dem 18. Lebensjahr faszinierter Oldtimer-Sammler ist, veranstalte hier ein Treffen für Freunde der historischen Fahrzeuge. „Im vergangenen Jahr kamen 191 Oldtimer mit ihren Besitzern, dieses Jahr wollen wir die 200 knacken“, so Dix. Neben vielen Oldtimerfans kamen auch Genna, Giovanni und Mario mit ihren alten Fiats aus den 70er Jahren. „Es sind Oldtimer aus Herford, Bielefeld, Minden und Osnabrück hier“, erklärte Dix. Für Sandra Landwehr-Sahner, die neben Dix und Lars Melches zu den Mitorganisatoren zählt, ist das Fest mittlerweile eine Tradition im Ort geworden: „Es ist ein Fest, das verbindet.“

Neben den vielen Programmpunkten gab es auch noch einen Flohmarkt auf dem Parkplatz der Apotheke und der nebenliegenden Kilverstraße, auf dem nicht nur Antiquitäten erworben werden konnten, sondern auch altes Spielzeug, DVDs und Kleidung. Auch für die Kinder gab es viele Attraktionen zu entdecken, darunter das Kinderkarussell, Quadfahren, Hüpfburgen und eine Riesenrutsche.

Nächstes Jahr wird das Herbstfest wieder stattfinden. Dann am Sonntag, 4. Oktober, nur einen Tag nachdem ursprünglichen Veranstaltungsdatum am Tag der Deutschen Einheit.

 

Neue Westfälische vom 07.10.2019

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