Ehrenamtstag bei den Alttraktoren-Freunden

von Gaby Arndt

SPD-Sommertour

Von Celina Allard

Kirchlengern. Die Sommertour der SPD hat Halt in Kirchlengern gemacht. Der Ortsverein hatte alle Ehrenamtler der Gemeinde auf den Hof der Klosterbauerschafter Alttraktoren-Freunde eingeladen.

„Wir führen vor, was für tolle Ehrenamtler unsere Gemeinde hat“, sagt der stellvertretende Vorsitzende Falk Krüger. „Wir wollen hier miteinander klönen und ins Gespräch kommen. Auch mit den Bundestags- und Landtagsabgeordneten.“ Die Lokalität sei für dieses Treffen ebenfalls perfekt. „Wir sind für jedes Wetter gewappnet. Aber Gott sei dank scheint die Sonne.“

Bei Kaffee und Kuchen saßen etwa 60 Gäste zusammen und haben sich ausgetauscht. Darunter auch Klaus Sczesni mit seiner Frau Waltraud. Er ist schon mehr als 20 Jahre bei der SPD tätig und mehr als 60 Jahre war er im Gesangsverein. „Der hat sich aber leider aufgelöst. Jetzt singen wir noch bei der Seniorenresidenz“, sagt Sczesni.

Auch Bärbel Schmidt und Brigitte Kleffmann verbringen ihre Zeit gerne mit Singen. Seit gut 50 Jahren sind sie im Kirchenchor Stift Quernheim. „Ich singe unglaublich gerne. Es stärkt das Denken und den Geist und hält unglaublich jung“, sagt Schmidt. Etwa 30 Mitglieder seien im Chor vertreten. Aufgrund der Ferienzeit hätten es aber nur die beiden zum dem Treffen geschafft. „Wenn man schonmal eine Einladung bekommt ,nimmt man auch daran teil“, finden sie.

Ihnen ist schon verstärkt aufgefallen, dass das Ehrenamt stark zurück geht. „Viele junge Leute verlassen ihre Heimat zum Studieren und haben für das Ehrenamt nur noch wenig Zeit. Das war bei uns damals anders. Aber das ist schade, denn die Jugend fehlt“, meint Schmidt.

Oliver Lüking, Fraktionsvorsitzender der SPD im Gemeinderat, präsentiert im Laufe des Nachmittages eine Staffelei, auf der nur das Wort „Ehrenamt“ zu lesen ist. Darauf können alle Teilnehmer schreiben, was ihnen zu dem Thema einfällt. Nach wenigen Minuten stehen schon einige Dinge, wie „Schweiß“, „Spaß“, „Verantwortung“ und „Engagement“ darauf. SPD-Politikerin Angela Lück, die in der Zwischenzeit mit Landtagskollegen Christian Dahm, dem Bundestagsabgeordneten Stefan Schwartze und Landrat Jürgen Müller eingetroffen ist, schreibt sofort „Heldinnen und Helden“ auf das Papier.

„Ehrenamt ist etwas, das viele für selbstverständlich halten“, sagt Lück. „In dieser Woche habe ich gesehen, wie viele Ehrenamtler im Kreis Herford tätig sind, ohne groß bekannt zu sein.“ In der letzten Woche hat sie den ihr zuvor unbekannten Verein „Ennigloh aktiv“ kennen gelernt, der die Minigolfanlage in dem Bünder Stadtteil komplett ehrenamtlich betreibt (die NW berichtete). Diese Vereine würden mit großem Engagement weitergeführt. Die ganzen Projekte würden ohne Zuverlässigkeit nicht gelingen. Und das nehme viel Zeit in Anspruch.

„Und sie toppen ihr Engagement noch, indem sie alles dafür tun, damit ihr Verein weiter getragen wird. Machen Vorschläge, was noch gemacht werden kann“, sagt Lück. „Sie arbeiten mit und tragen dazu bei, dass das Gemeinwesen so funktioniert, wie es funktioniert. Deswegen sind sie für mich die Helden diese Woche.“

Die ganze Woche waren die SPD-Politiker unter dem Motto „Ehrenamt bewegt was“ im Kreis Herford unterwegs, um die Ehrenamtlichen zu würdigen. Sie haben Vereine und Einrichtungen besucht und sich über deren Projekte informiert.

 

Neue Westfälische vom 02.09.2019

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