Die faszinierende Welt des Nordens in beeindruckenden Bildern

von Neue Westfälische

Ausstellung zur Naturfotografie von Alaska bis Finnland noch bis April im Lukas-Krankenhaus zu sehen

Bünde (bk). "Im Norden", so lautet der schlichte Titel der Foto-Ausstellung des Fotografen Wolfgang Schäfer, die gestern in der Kapelle des Lukas-Krankenhaus vor rund 100 Besuchern mit einer 30-minütigen Beamer-Videoschau eröffnet wurde und noch bis zum 14. April im Galeriegang des Krankenhauses zu sehen ist.

Ein Buch seines Vaters zum Thema Naturfotografie war für Wolfgang Schäfer der Auslöser für ein Hobby, das ihn nie wieder loslassen sollte. Bereits während seines Lehramtsstudiums, passenderweise mit dem Schwerpunkt Biologie, und auch in seiner Zeit im Schuldienst, davon 27 Jahre als Leiter der Hauptschule Maßbruch in Lage, beschäftigte sich Schäfer mit der Naturfotografie. Vor allem seit seiner Pensionierung im Jahr 2000 unternimmt der Ehemann von NRW-Familienministerin Ute Schäfer immer wieder selbst organisierte Reisen, unter anderem nach Afrika, vor allem aber in die nördliche Erdhalbkugel weit jenseits des 60. Breitengrades.

Von Alaska über die Hudson Bay in Kanada und das südliche Grönland bis nach Norwegen und Finnland gingen die Reisen des gebürtigen Paderborners, bei denen die zahlreichen Fotos der Flora und Fauna entstanden. 44 dieser Bilder zieren jetzt die Wände des Galeriegangs im Lukas-Krankenhaus. Aufnahmen des majestätischen Weißkopf-Seeadlers sind ebenso dabei wie Fotos der mächtigen Moschus-Ochsen, die sich auch von Schneetreiben und arktischen Temperaturen nicht aus der Ruhe bringen lassen.

Mit Hilfe eines Tricks gelang es Schäfer sogar, in Norwegen einen Polarfuchs zu fotografieren, der sich für Schäfers Kamera interessierte. "Ein norwegischer Freund hatte mir den Tipp gegeben, dass Füchse ganz versessen auf den Geruch von Käse sind. Also habe ich die Kamera mit Käse präpariert und den Fuchs angelockt. Dabei ist dann das Bild entstanden, wie er sich an der Kamera zu schaffen macht", berichtet Schäfer mit einem Schmunzeln.

Seinen Dank richtete der Fotograf an Ingo Hecker und Renate Letsch von der Arbeitsgruppe "Kunst im Krankenhaus", die ihn bei der Vorbereitung der Ausstellung intensiv unterstützt hatten. Die Landtagsabgeordnete Angela Lück überbrachte in Vertretung von Ute Schäfer Grußworte der Ministerin und würdigte das Engagement der Arbeitsgruppe. "Seit fast 30 Jahren tragen die Ausstellungen zu Besucherfreundlichkeit und der Öffnung des Krankenhauses bei. Das ist eine starke Gemeinschaft", lobte Lück.

© 2015 Neue Westfälische
11 - Bünde, Montag 16. Februar 2015

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