Das war die schwerste Frage beim NW-Kneipenquiz

von Gaby Arndt

30 Fragen, 30 Antworten

c/o Ulf Hanke

Löhne. 30 Punkte. Solch ein zweistelliges Ergebnis würde die SPD bei einer Landtagswahl mittlerweile in Jubelstürme ausbrechen lassen. Beim Kneipenquiz im Alten Wartesaal darf sich das Team um Angela Lück (Landtagsabgeordnete) und Egon Schewe (stellvertretender Bürgermeister) dafür verdient auf die Schulter klopfen. Das Team „Rote Rater“ hat mit viel Wissen gepunktet und damit die Spitze des "NW-Pubquiz’ angeführt.

21 Tische hat Michael Müller von M&S Veranstaltungen im Alten Wartesaal des Bahnhofs aufgestellt. Doch das reichte nicht. Spontan kamen ein paar Neugierige am Dienstagabend hinzu und knobelten direkt an drei Stehtischen mit. 30 Fragen galt es zu beantworten. Da dieNWdas Kneipenquiz anlässlich des 50. Geburtstags der Stadt Löhne ausgerichtet hat, durfte ein Frageblock rund um die Werrestadt selbstverständlich nicht fehlen.

Welches Unternehmen ist Löhnes größter Arbeitgeber? Welche Straße in Löhne ist die längste? – ein Team konnte sogar die exakte Kilometerzahl nennen – auch galt es ein Lied ohne Stadtbezug auszusortieren und die Wappen den richtigen Partnerstädten – Pardon Schwesterstädten – zuzuordnen. Die zehn Fragen mit Lokalkolorit gestalteten sich für die Rateteams am Schwersten. Von 2 bis 10 Punkten war alles dabei.

Mehrere Wochen sind vergangen, seit dieNWentschieden hat, den Quizmaster zu spielen. Die drei Redakteure, Dirk Windmöller, Felix Eisele und Susanne Barth, aus der Löhner Redaktion setzten sich zusammen, brüteten Fragen aus, verwarfen einige wieder und formulierten neu. Unterstützung bekamen sie dabei vonNW-Mitarbeiterin Anthea Moschner, Löhner Kind.

Einfach war es trotzdem nicht die passenden 30 Fragen zu wählen. Über allem schwebte: „Ist es zu einfach oder doch zu schwer?“ Einige Kategorien waren von vornherein gesetzt. Eine bunte Mischung, wie die Leser sie in ihrer Tageszeitung finden, sollte schon sein – also ein bisschen Politik, ein wenig Sport, Klatsch und Tratsch sowie etwas Kultur und Erdkunde durften nicht fehlen. Die schwerste Frage war wohl die zum Knobeln. Mücke, Baby oder Kuh – kreativ waren die Antworten, aber leider allesamt falsch. Der Vampir wurde gesucht: Da kamen selbst alte Quizhasen ins Schwitzen.

Die Löhner Jugendzentren Riff und Raps stellten gleich zwei Teams mit laut Matthias Mawick „den besten Kollegen überhaupt“. Mawick zeigte sich begeistert vom Format: „Es war klasse und hat richtig Spaß gemacht.“

In den heißen Quizphasen wurden Köpfe zusammengesteckt, Antworten aufgeschrieben, wieder durchgestrichen, es geht mal ein Raunen durch die Reihen, bei anderen Fragen wird schnell wieder gequatscht und auch die ein oder andere Anmerkung bekamen die Moderatoren zu hören. Direkt bei der ersten Frage gab es den Einwurf: „Wie denn groß zu definieren sei?“

Wie knifflig so eine Quizerstellung ist, erlebten die Redakteure, als sie bei der Auswertung der Fragezettel selbst noch mal eine bekannte Suchmaschine anschmeißen mussten. Da gab es doch noch einen zweiten bekannten Profifußballspieler aus Löhne. Auch in welcher Form der deutschen Verfassung in der Werrestadt ein Denkmal gesetzt wurde, wurden die Quizmaster von einigen Teams eines besseren belehrt. Denn die Adolf-Blomeyer-Brücke (Adolf Blomeyer gilt als ein Vater des Grundgesetzes) stimmte selbstredend ebenso wie die eigentlich angedachte Lösung, die Allee des Grundgesetzes.

Am Ende gab es zwei dritte Plätze mit 27 Punkten („Schupos“, „Die drei Generationen“), die „Quizzelstrippen“ (zwei Teilnehmer reisten sogar aus Münster an) schafften es auf Platz 2 (28 Punkte) und die „Roten Rater“ erkämpften sich die Spitze. Für alle vier Teams hat M&S Veranstaltungen tolle Preise gesponsort.

Die Quizmaster zogen den Hut und versprechen: „Das nächste NW-Kneipenquiz wird etwas schwerer.“

 

Weiterlesen hier in der Neuen Westfälischen vom 05.09.2019

 

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