Aqua Fun: SPD plädiert für Abriss und Neubau

von Elena Strehle

c/o: Gaby Arndt

Von Hannah Butz

Kirchlengern (BZ). Tropfende Decken, rostige Schrauben und undichte Rohre: Das Aqua Fun in Kirchlengern ist stark sanierungsbedürftig. Vom Zustand des Bades haben sich kürzlich die SPD-Politiker Angela Lück und Jürgen Müller während ihrer Sommertour einen Eindruck verschafft. Mit weiteren Fraktionsmitgliedern wurden sie von Kämmerer Stefan Junkermann über die Pläne des Neubaus informiert und im Anschluss durch das Hallenbad und das zugehörige Freibad geführt.

»Wenn der Neubau des Bades realisiert wird, wäre es Kirchlengerns größtes Hochbauprojekt der vergangenen Jahrzehnte«, berichtete Junkermann. Nach dem Grundsatzbeschluss des Rats und der anschließenden Machbarkeitsuntersuchung sei der Neubau hinter dem jetzigen Hallenbad geplant, welches abgerissen werden soll. Das neue Gebäude soll jedoch deutlich erhöhter errichtet werden, als das jetzige – so soll eine Überflutung der Kellerräume, wie 2014, verhindert werden. Das Prinzip des Kombibades – also Hallenbad plus Freibad – werde allerdings beibehalten. »Die Struktur soll nicht verändert werden, immerhin hat das Freibad im Jahr alleine etwa 45.000 Besucher«, erklärte Junkermann weiter.

Für Lück und Müller ging es anschließend mit Regina Umlauf, Leiterin des Aqua Fun, in den Keller. Dort wurde besonders deutlich, wie dringend eine Lösung her muss: »Durch die Überflutung des Kellers 2014 wurden Teile der Technik komplett zerstört und auch jetzt drückt Wasser durch die undichten Wände in die Räume«, erklärte Umlauf die Lage. Risse im Beton, tropfende Rohre und Decken, die mit Brettern abgestützt werden müssen: »Hier wird deutlich, dass nur ein Abriss in Frage kommt«, resümierte auch Angela Lück.

Das neue Bad soll auch technisch besser ausgestattet werden: »Allein im energetischen Bereich erhoffen wir uns eine deutliche Besserung. Außerdem soll es natürlich auch weitere technische Neuerungen geben, die einfach zeitgemäßer sind«, sagte Junkermann. Neben einer neuen Rutsche wird auch der Kinderbereich neu gestaltet. Etwa 40 bis 50 Quadratmeter Wasserfläche seien für das neue Kinderbecken geplant – inklusive Türen, die den Innen- und Außenbereich verbinden sollen. »So haben die Kinder die Möglichkeit im Sommer bei zu hoher Sonneneinstrahlung schnell von draußen nach drinnen zu wechseln«, erklärte die Badleiterin.

Zurück