Angela Lück ist die neue Vorsitzende des Hospizkreises

von Gaby Arndt

Die langjährige Vorsitzende Elisabeth Brune wird bei der Jahreshauptversammlung mit Vorstandswahlen zur ersten Ehrenvorsitzenden ernannt. Neue Ehrenamtliche sind willkommen.

Löhne. Zur ersten Versammlung seit 2019 trafen sich Mitglieder des Hospizkreises Löhne jetzt im Gemeindehaus Wittel. Auf der Tagesordnung standen neben Berichten auch Vorstandswahlen und Ehrungen.

Elisabeth Brune wurde zur ersten Ehrenvorsitzenden ernannt. Sie war von Beginn an im 2005 aus einer Initiative gegründeten Hospizkreis aktiv, seit 2013 als Vorsitzende, zuvor als stellvertretende Vorsitzende des rund 150 Mitglieder starken Vereins. In seinem Grußwort lobte Bürgermeister Bernd Poggemöller das „vorbildliche Engagement“ von Elisabeth Brune als „Bereicherung für das Stadtgefüge. Aus dem Leben kann man sich nur richtig verabschieden, wenn man nicht alleine ist. Wir kommen jetzt aus einer Situation, in der dies nicht möglich war. Was Elisabeth Brune geschaffen hat, kann sich sehen lassen. Sie war mit Leib und Seele dabei, stand immer mit Rat und Tat und Fachkunde zur Seite, warmherzig und liebenswürdig“, so der Bürgermeister und dankte der sichtlich berührten Elisabeth Brune für ihre langjährige Arbeit.

„Löhne ist ländlich. Ich bin stolz darauf, dass wir das hier geschafft haben. Unser Baby ist langsam erwachsen geworden. Danke für das Vertrauen der Mitglieder. So wie es aussieht, habe ich sie nicht enttäuscht“, sagte Elisabeth Brune. Als Ehrenvorsitzende steht sie weiterhin mit ihrem Wissen zur Verfügung. „Menschen zu motivieren, etwas Neues anzunehmen, darin waren Sie immer gut, Frau Brune. Wir sind stolz auf unsere erste Ehrenvorsitzende. Damit es mit Pfiff weitergeht, hoffen wir auf weitere gute Zeit im Miteinander, nehmen einander so an, wie wir sind und wollen gemeinsam versuchen, das Baby zu schaukeln, auf dass der Verein wieder durchstarten kann“, sagte die zweite stellvertretende Vorsitzende Heike Grabenhorst, die die Versammlung moderierte. Im Jahr 2019 waren acht Menschen ambulant und 50 stationär begleitet worden, in 2020 16 ambulant und 25 stationär. Aufgrund der Beschränkungen und Verbote konnten ab Mitte März nur sehr eingeschränkt und zeitweise gar keine Begleitungen angeboten werden. 40 Anfragen nach Begleitungen sind aus diesen Gründen nicht zustande gekommen.

Einstimmig verliefen die Wahlen der neu zu besetzenden Vorstandsposten. Zum aktuellen Vorstand gehören Angela Lück (1. Vorsitzende), Gertrud Robbes (1. stellvertretende Vorsitzende), Heike Grabenhorst (2. stellv. Vorsitzende), Uwe Stintmann (Schriftführer), Werner Meier (Schatzmeister), Ilse Scholz (1. Beisitzerin), Reiner Kanders (2. Beisitzer). Kassenprüfer sind Manfred Schmitt und Jutta Sandvoss.

Für ihre zehnjährige Mitgliedschaft im Hospizkreis bekam Marion Klingenbeck eine künstliche weiße Rose überreicht. „Als Zeichen für Unvergänglichkeit. Den heute nicht anwesenden Jubilaren bringen wir die Rosen. Ist doch schön, wenn man von seinem Verein auch mal einen besonderen Gruß bekommt“, sagte Heike Grabenhorst.

„Ich freue mich auf die Arbeit im und mit dem neuen Vorstand und der Ehrenvorsitzenden. Die Zeit hat sich verändert. Wir müssen neue Wege suchen, wie man Menschen unterstützen und begleiten kann“, sagte Angela Lück. „Die Begleitung von Menschen, die uns in ihrer letzten Lebensphase brauchen, ist uns wichtig. Sterbende zu begleiten, wenn man keine Hand halten darf, ist schwierig. Wir haben uns den Herausforderungen in den letzten Monaten gestellt, manches neu überdacht, neue Wege probiert und festgestellt: Es geht auch anders, für Menschen da zu sein“, ergänzte Heike Grabenhorst.

Der Hospizkreis begleitet Menschen „in ihrem Zuhause. Die meisten möchten dort sterben. Menschen dürfen sich trauen, uns um Beistand zu fragen. Damit nehmen wir den Angehörigen etwas Last ab. Sterben gehört zum Leben dazu. Auch wenn man das oft lieber wegschiebt, statt sich mit der eigenen Endlichkeit auseinanderzusetzen. Sterben ist Teil des Lebens, das muss auch in den Familien wieder mehr ankommen“, sagte Angela Lück.

 

Weiterlesen in der Neuen Westfälischen Löhne vom 16.10.2021

 

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