Frauen für die Politik Mut machen: Gelungen!

von Gaby Arndt

Foto: Gruppe v.l. Simona Langenberg, Silke Brewitt, Zdravka Büttner, Heike Schrader, Annika Riechmann, Angela Lück, Claudia Schmidt, Alexandra Hellmann, Claudia Herziger- Möhlmann

Kreis Herford. Mehr Frauen in die Kommunalpolitik – so war das Ziel eines ganz besonderen Programmes und im Kreis Herford ist es gelungen, Frauen für die aktive Arbeit in der Politik zu begeistern: „Alle Frauen, die dabei waren werden politisch aktiv werden oder ihr politisches Engagement stärken“, freut sich Simona Langenberg, Gleichstellungsbeauftrage des Kreises Herford „Die Hemmschwellen sind gesunken und die Motivation ist gewachsen – so die klare Resonanz der Teilnehmerinnen.“

Um mehr Frauen für ein kommunalpolitisches Engagement zu gewinnen, hatten die Gleichstellungsstellen der Kreise Gütersloh, Herford, Höxter, Lippe, Paderborn, aus dem Kreis Minden Lübbecke und der Stadt Bielefeld im vergangenen Jahr das Mentoring Projekt „Politik braucht Frauen“ des Helene Weber Kollegs, Berlin in die Region geholt. Knapp 70 Teilnehmerinnen machten mit - davon 12 aus dem Kreis Herford. Frauen sind in der Kommunalpolitik noch immer deutlich unterrepräsentiert. Da bildet der Kreis Herford keine Ausnahme. Hier sind im Schnitt „nur“ 24 % der Gremienmitglieder Frauen.

Finanziell gefördert wurde das Programm aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Begleitend hatten die Gleichstellungsstellen in OWL verschiedene Veranstaltungen organisiert, die die Teilnehmerinnen für die Übernahme neuer Aufgaben stärken sollten.

Im Mittelpunkt des Mentoring Programms stand die Mentee/Mentorinnen Beziehung. Dabei wurde immer eine angehende Politikerin oder frisch gewählte Mandatsträgerin (Mentee) von einer erfahrenen Kommunalpolitikerin (Mentorin) betreut; sie bildeten ein sogenanntes Tandem. Diese Tandems haben sich regemäßig getroffen und die Neulinge wurden mit Rat und Tat bei ihren nächsten Schritten in die Kommunalpolitik unterstützt.

Diese persönliche Begleitung ist bei den Teilnehmenden gut angekommen. Annika Riechmann war bisher nicht in der Politik tätig, wird das aber ändern, wie sie erzählt: „Die Idee, mich politisch zu engagieren hatte ich schon länger, aber mir war die Hürde zu groß. Über das Mentoring-Programm habe ich erste wichtige Kontakte geknüpft“. Alexandra Hellmann aus Hiddenhausen ist bereits politisch aktiv, hat aber trotzdem noch viel gelernt: „Ich bin begeistert, wie ich selbst gewachsen bin. Ich habe viel Feedback und vor allem auch viele Rhetorik -Tipps bekommen“.

Aber auch die Mentoren, die bereits in der Politik aktiv mitmischen erlebten das Programm durchweg positiv. Heike Schrader, Mitglied im Kreistag des Kreises Herford: „Im Kreis Herford wurde das Projekt klasse umgesetzt. Wir sind uns sehr kameradschaftlich und auf Augenhöhe begegnet. Das hat viel Spaß gemacht.“. Das kann auch Angela Lück, SPD-Landtagsabgeordnete aus dem Kreis Herford bestätigen: „Ich finde es gut, Frauen Mut zu machen und ihnen zu zeigen, dass sie genauso Profis sind wie Männer“. Und beide, Angela Lück und Heike Schrader sind sich einig: „Für unseren politischen Einstieg hätten wir uns solch ein Projekt auch gewünscht!“.

Mit einer Zertifikatsübergabe in Berlin endete das offizielle Programm des Mentoring Projekt OWL, Politik braucht Frauen“. Das Mentoring ist zwar beendet – das Engagement aber geht erst richtig los.

 

Quelle: Pressestelle Kreis Herford, 11.07.2017

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Zusatzinfos:

Das Helene Weber Kolleg wird das Mentoring Programm jetzt in anderen Regionen anbieten, so dass dieses Programm in der Form nicht mehr im Kreis Herford angeboten werden wird. Ob es ein Folgeprogramm geben wird, ist noch nicht entschieden.

Interessierte Frauen können gerne Kontakt mit der Gleichstellungsbeauftragten des Kreises Herford, Simona Langenberg, 05221-131312, s.langenberg@kreis-herford.de aufnehmen. Sie wird sie dann auf dem Laufenden halten.

 

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