Die Kreisgeschäftsstelle eröffnet neu

von Gaby Arndt

c/o Katharina Georgi

Sozialverband Deutschland: Im Ortsverein Hunnebrock-Hüffen-Werfen stellte der Landesvorsitzende Franz Schrewe die neuen Pläne vor. Dafür hatten sich elf der zwölf Ortsverbände im Kreis eingesetzt

Von Katharina Georgi

Bünde. Eigentlich würde der Ortsverband (OV) Hunnebrock-Hüffen-Werfen des Sozialverbands Deutschland (SoVD) seit Samstag ohne Vorstand dastehen. Eigentlich, weil der Landesvorstand im letzten Moment die - aus Sicht der Mitglieder im Kreis Herford - richtige Entscheidung getroffen hat. Die Geschäftsstelle wird nämlich wieder eröffnet. Das teilte der Landesvorsitzende den Mitgliedern jetzt mit.

Das ist vor allem ein Verdienst der Verbandsvorsitzenden, die sich gemeinsam für den Erhalt der Geschäftsstelle eingesetzt haben. "Elf von zwölf Vorsitzenden der Ortsverbände haben sich getroffen", sagte Ulf Dreier, Vorsitzender des OV Hunnebrock-Hüffen-Werfen. Er selbst wurde zum Sprecher der Gruppe gewählt. Gemeinsam hatten sie dann "Druck aufgebaut" - auch mit Hilfe des Landrates Jürgen Müller.

Wie exklusiv berichtet, hatte der Landesverband die Geschäftsstelle an der Bünder Bahnstraße zum 30. November geschlossen, einen Monat später waren die Räume gekündigt. Die Mitglieder sollten künftig in Bielefeld beraten werden. "Wir müssen uns umstrukturieren", erklärte Franz Schrewe, Landesvorsitzender des SoVD NRW den 40 anwesenden Mitgliedern am Samstag. Nicht nur der Kreis Herford ist betroffen, auch in anderen Städten wird gespart, führte er aus. "Was in Köln funktioniert, ist auf dem Land etwas anderes", kommentierte später die SPD-Landtagsabgeordnete Angela Lück, die ebenfalls Mitglied beim SoVD ist.

Jedenfalls habe sich der Landesvorstand entschlossen, wieder eine Geschäftsstelle in Bünde zu eröffnen - mit kleinen Änderungen. "Wir eröffnen ein Büro, dass drei Tage besetzt sein wird", sagte Schrewe. Eine Schreibkraft kann von dort weitervermitteln und zum Beispiel bei Anträgen helfen. Eine juristische Beratung soll dort alle 14 Tage möglich sein.

Schrewe gestand auch die schlechte Kommunikation zwischen den Ortsverbänden und dem Landesverband ein. Aber: Ansprechpartner sei in erster Linie der Kreisverband, der die Informationen dann wiederum an die Ortsverbände weitergeben müsste. Wie berichtet, hatte der sich aber ebenfalls aufgelöst, weil mehrere Mitglieder zurückgetreten waren. Im Sommer soll ein neuer Kreisvorstand gewählt werden. "Ich biete die gute Zusammenarbeit an", sagte Schrewe. Denn: "Wo Menschen gemeinsam arbeiten, kann es auch Probleme geben. Ich weiß, wie man streitet und sich wieder zusammenrauft".

Das Angebot wolle man gerne annehmen, so Ulf Dreier, Sprecher der Ortsverbände. "Wir haben uns gemeinsam beraten und der Landesverband hat fast alles eins zu eins übernommen", zeigte er sich zufrieden.

Wann genau das Büro eröffnen wird, hängt jetzt davon ab, wann geeignete Räume gefunden werden. "Wir suchen zwei bis drei Zimmer mitsamt Sanitärräumen", sagt Dreier. Und zwar möglichst zentral für etwa 400 bis 500 Euro.

Mit diesem Erfolg soll auch die kreisweite Austrittswelle gestoppt werden. Zuletzt hatte sich außerdem beim OV Kirchlengern kein neuer Vorstand gefunden. Und auch in Hunnebrock-Hüffen-Werfen wollte sich eigentlich aufgrund der Situation niemand dafür bereit erklären - auch Dreier als Vorsitzender nicht. "Mit dieser Lösung werde ich aber weitermachen", sagte er.

Ulf Dreier wurde kurz darauf von der Versammlung in seinem Amt bestätigt. Ausreichend Mitstreiter zu finden, gestaltete sich zwar zunächst schwierig, ihm sprangen dann aber für die kommenden zwei Jahre einige neue sowie einige erfahrene Mitglieder bei, so dass der Vorstand zwar nicht vollzählig, aber geschäftsführend arbeiten kann.

Gewählt wurde Jürgen Höffner als Vize-Vorsitzender, Detlev Aßbrock bleibt Schatzmeister. Geprüft wird seine Kasse von Edith D?Onofrio, Jürgen Möller und Gerd Lux. Schriftführerin ist Annette Aßbrock, Beisitzer Karl-Heinz Orth. Für das neue Jahr sind bislang keine Aktivitäten geplant, weil der alte Vorstand dem neuen keine Vorgaben machen wollte. Das soll aber schnell für die rund 160 Mitglieder des Ortsverbandes nachgeholt werden.

 

Neue Westfälische Bünde, 05.02.2018

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